Der Entschluss ein FiddleYard zu bauen resultiert einfach aus der Tatsache daß bei unserer ständig wachsenden Modulanlage der Wunsch mehr Züge präsentieren zu können mitgewachsen ist. Unsere 2 Aufstellgleise am Bahnhof sind diesem Bestreben nicht mehr gewachsen.

Das Fiddle-Yard sollte folgende Aufgaben erfüllen:   

                  1. Der Betrieb als Kehre sollte möglich sein;

                  2. möglichst viele Aufstellgleise bei geringstem Platzbedarf

                  3. unabhängig vom Blockbetrieb zu steuern

                  4. ein Programmiergleis sollte vorhanden sein

                  5. andockfähig an TrainSafe®

                  6. Nutzgleislänge mindestens 2Mtr.

                  7. eine Gestaltung sollte auf jedem Fall stattfinden ; keine nackten Holzkisten

Ich hatte in der Miba Spezial Nr:78 Seite 47 einen Bauvorschlag über ein Fiddle-Yard ohne Weichen gesehen. Der Vorschlag in perfekter Ausführung bezüglich Radien und Ausführung hat mich inspiriert. Da Holz nicht unbedingt mein Material ist mit dem ich wirklich feinste Arbeiten ausführen kann habe ich den Vorschlag auf meine Fähigkeiten und auch Platzverhältnisse abgeändert. Ich bin mit meinem Ergebniss zufrieden , es funktioniert und die ein oder andere Verbesserung wird mit Sicherheit erfolgen.

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Hier beim FY habe ich mich (weil bewert) für eine ältere Art der Schienenbefestigung entschieden. Die Schienen wurden auf eingedrehte Messingschrauben verlötet. Außgehend vom Modulstoß der zwei längeren Module wurden je 2 Flexgleise von 1 Schwelle befreit und durch Schienenverbinder verbunden. Diese habe ich dann auf die eingedrehten Messingschrauben verlötet. Eine feine Trennscheibe durchschneidet die Schienverbinder und man erhält einen ausgerichteten Modulübergang. Ich hatte den Fehler gemacht die Schienen erst danach aufzukleben besser man tut dies vor dem Löten und Schneiden. Die Pukos der fehlenden Schwellen werden später durch Messingstifte ersetzt , die durch ein Kupferbandstück das elektrisch mit den Punktkontakten ist, eingeschlagen werden.

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Um die Einfahrten auf den ; ich nenne es Schwenkbühnen im folgendem “SB” abgekürzt; zu realisieren standen mir je ein Modulkasten in 50 und 60 cm Länge zur Verfügung. Den kürzeren Kasten verwendete ich als Einfahrt da die Gleislage hier mittig erfolgt. Die Form der Gleitunterlage für die Schienen ermittelte ich indem ich das Gleis am Modulanfang und am Drehpunkt des Gleises anlötete. Das Gleis wurde jetzt jeweils an die äußeren Schwenkpunkte der Modulkastenbreite gebogen. Auf einem Karton zeichnete ich die äußeren Kanten des Gleises ab.

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Der Karton ist die Schablone für die SB und wurde bei mir auf eine 5mm Kunststoffplatte übertragen und dann ausgefräst. Nach ein paar Bewegungen rissen ,obwohl Industrielötmittel verwendet wurde, die Lötstellen des K-Gleises ab. Das K-Gleis ist zu hart. Es mußte Abhilfe her. Die Lösung ich zog in das K-Gleis Schwellenband Schienenprofile aus Neusilber ein. Das weichere Material erlaubte ein geschmeidiges Schieben und gleitet auch besser im Längenausgleichstück (Fl. 6010). Das Ausgleichstück wird benötigt um die Längenverschiebung der Schienenprofile beim biegen aufzunehmen. In meinem Fall beträgt die Längenverschiebung  ca.10mm.

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Gleiche Vorgehensweise erfolgte syncron auf dem Ausfahrtmodul denn hier ergeben sich durch die 10cm mehr Länge und den Gleismittenversatz von 57mm andere Maße. Drehpunkt der SB ist nicht gleich Drehpunkt des Gleises! Hier beim Ausfahrmodul zu sehen die SB schwenkt unter das Umfahrgleis.

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Als Gleisunterlage der Abstellgleise wird 5mm Styrodur aus dem Baumarkt verwendet. Dies entspricht der Dicke der Kunststoff SB.

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Die Anpassung der Radien an die Abstellgleise erfolgt am Ausfahrmodul mit Flexgleis aus Neusilber (DC-Gleis) die Puko`s werden mit Stahlstiften und der schon erwähnten Kupferbandunterlage realisiert. Aufgeschraubt sind die Gleisstücke auf 5mm Holz das im Radius an die SB angepasst ist. Hier zu sehen v.l.n.r. Abstellgleise , Modulübergang , SB mit Ausgleichschiene.

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Am Einfahrmodul war die Anpassung durch die SB- Mittenlage recht einfach mit verschiedenen  K-Gleis Bogenschienen ,die einfach auf passende Länge geschnitten wurden, zu erledigen.Auf dem Modul wurde auch noch der Anschluß an “Train-Safe” hergestellt. Dafür erhielt Gleis 1 der Abstellgleise eine Weiche. Das Gleis zur Anbindung wird seperat eingespeist und kann so auch als Programmiergleis benutzt werden.

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Ausfädelung des Umfahrgleises. Die Befestigung erfolgt durch Aluminiumkötze. Der Schnitt der Schiene erfolgte hier auch nach dem Befestigen aller Teile.

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Links: Der Wendebogen hier noch ohne Absturzsicherung. Er besteht aus 3 Teilen die mit passgenauen Alu-Klötzen verbunden werden. Der Wendebogen ist in der Mitte an das Einfahrmoduls angebunden.

Rechts: Befestigung mit Alu-Klotz

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Ausfahrmodul mit SB in Stellung links,Mitte,rechts. Hier noch ohne Ausgestaltung.Das Gleis rechts außen ist das Umfahrgleis (Gleis-Nord).

Gesamtansicht von oben beim ersten Einsatz in Göllheim.

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